Glossar der Mitwirkenden und vertretenen Organisationen, Initiativen und Netzwerke

Der Bahnhof Langendreer verbindet als soziokulturelles Zentrum Kultur mit gesellschaftspolitischen Inhalten. Mit seinen über 25 Jahren gehört es zu den ältesten soziokulturellen Zentren in NRW.

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Die Basisinitiative Solidarität (BaSo) ist eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen innerhalbund außerhalb von Betrieben die Möglichkeit zu geben, ihren Interessen Gehör zu verschaffen. Die Mitglieder sind ArbeitnehmerInnen, Arbeitslose und prekär Beschäftigte, die in demokratischer Weise gewerkschaftliche Ziele autonom verfolgen. Sie organisieren sich basisorientiert, wollen Initiativen ergreifen und verstehen solidarisches, gemeinsames Handeln als Ausgangspunkt ihres Wirkens.

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Blockupy ist ein bundesweiter Zusammenschluss verschiedener linker Gruppen, vorwiegend aus Deutschland. Das Ziel von Blockupy war und ist es, „Widerstand im Herzen des europäischen Krisenregimes“ rund um das Bankenviertel in Frankfurt am Main zu organisieren. Die ersten konzertierten Proteste und Blockaden sowie eine Großdemonstration fanden im Mai 2012 statt.

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“Brot und Freiheit”, Ägypten
Die ägyptische Partei “Brot und Freiheit” ist seit Februar 2014 offiziell registriert und wurde im November 2013 von 300 Mitgliedern der “Popular Socialist Alliance Party”, die dem Flügel der Neuen Linken angehörten, ins Leben gerufen. Die Partei versteht sich als landesweites Netzwerk von Aktivist_innen und gesellschaftliche Linke.
Interview mit Elham Aidaross.

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Centro Sociale ESC-Atelier (Italien)
Initiative gegen Austeritätspolitik und Prekarisierung.

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Colectivo „Habita!” (Portugal)
Kollektiv für das Recht auf Wohnen und die Stadt, kämpft für Wohnen als Grundrecht, gegen Spekulation mit/ Vermarktlichung von Wohnraum, skandalisiert Leerstände und streitet für das Recht auf Stadt.

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DINAMO Press (Italien)
Alternatives Nachrichtenportal.

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Europäisches Aktionsbündnisses für das Recht auf Wohnen und die Stadt
Das “Europäische Aktionsbündnis für das Recht auf Wohnen und die Stadt” besteht aus unterschiedlichen Gruppen, Organisationen und sozialen Bewegungen. Es ist im Jahr 2013 bei Treffen in Deutschland und Griechenland entstanden.

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Habitat Netz e.V.
Arbeitsgruppe im Forum Umwelt und Entwicklung für nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen Politikbeobachtung sowie die Vernetzung deutscher und internationaler unabhängiger Initiativen im Bereich der sozialen und ökologischen Stadtentwicklung und Wohnungspolitik.
Thematische Schwerpunkte: Recht auf Wohnen – (Internationale) Verteidigung und Aneignung des Rechts auf Wohnen gegen (z.B.) Vertreibungen und Verdrängung, Recht auf Wohnen und Sozialgesetzgebung; Privatisierung und Finanzmarktglobalisierung des Wohnens und der Bodenmärkte; Wohnen, Stadt und die Europäische Union; Internationale Erfahrungen und Perspektiven sozialer Bewegungen zur Wiederaneignung des Raums.

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Das Informationsbüro Nicaragua e.V. in Wuppertal wurde 1978 als eine der ersten festen Strukturen der entstehenden Nicaragua-Solidaritätsbewegung gegründet und fungierte während der 1980er Jahre als Koordinations- und Knotenpunkt breiter Teile der bundesdeutschen Bewegung zur Unterstützung der sandinistischen Revolution. Heute liegen die Arbeitsschwerpunkte im Bereich der entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit zu Lateinamerika und in der Zusammenarbeit und Förderung von Basisinitiativen in Nicaragua.

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In der Interventionistischen Linken  schlossen sich um 2005 bundesweite linke und linksradikale, antikapitalistische Gruppen und Initiativen zusammen. Die Gruppen arbeiten unter diesem Dach an verschiedenen bundesweiten und europäischen Kampagnen und verfolgen dabei zumeist das Konzept eines breitenwirksamen zivilen Ungehorsams, bspw. in Form von Massenblockaden.

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INURA steht für International Network for Urban Research and Action und ist ein Netzwerk von kritischen AktivistInnen und ForscherInnen, die in Stadtforschung und -aktion involviert sind. Es besteht aus Nachbarschafts- und Umweltgruppen, Universitäten und Personen aus der Verwaltung, die Erfahrungen austauschen, international vergleichen und gemeinsame Forschung betreiben wollen. Themen von INURA sind große Stadterneuerungsprojekte, die Entwicklung der Peripherie, Partizipation und Planung, soziale Bewegungen, Wohnungsbau, Verkehr, Urbane Renaissance etc.

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IU/PCE – Izquierda Unida

1986 gegründetes linkssozialistisches Parteienbündnis, Spanien.

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LabourNet Germany ist der Treffpunkt für Ungehorsame, mit oder ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch, für die gewerkschaftliche Linke im weitesten Sinne. Labournet Germany ist Teil der weltweiten Labournet-Initiativen, die die positiven Seiten der neuen Technologien für emanzipative Bestrebungen nutzen: Schnelligkeit, Umfang und Kontinuität von gesellschaftlicher Information, um Diskussion und Aktion zu ermöglichen. Thematisch befasst sich Labournet mit der Arbeitswelt und der Gesellschaft – und den Versuchen, beide zu verändern.

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Die Partei DIE LINKE formuliert in der Präambel ihres Parteiprogramms zwei Leitideen: Individuelle Freiheit und Entfaltung der Persönlichkeit für jedeN durch sozial gleiche Teilhabe an den Bedingungen eines selbstbestimmten Lebens sowie Solidarität als Grundlage einer solidarischen Gesellschaft. Darin ist die Dominanz des Profits überwunden und verlässliche und gute Lebensbedingungen für alle wären das Ziel des Wirtschaftens. Als zweite Leitidee: die Unterordnung der Wirtschaft unter die solidarische Entwicklung und den Erhalt der Natur.

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Die Mazdoor Kisan Shakti Sangathan (MKSS, Organisation zur Stärkung der Rechte von Arbeitern und Bauern) wurde 1990 im ländlichen Devdungri nahe der rajasthanischen Distriktsstadt Bhim von den BürgerrechtlerInnen Aruna Roy, Nikhil Dey und Shankar Singh gegründet. Die Organisation kämpft für das Recht auf Land, Mindestlöhne, Gerechtigkeit und Demokratie. Im Kampf gegen die Korruption erstritt sie in Teilen Indiens das „Recht auf Information“.

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Movimiento 15-M / Indignados (Empörte)
Am Sonntag, den 15. Mai 2011, eine Woche vor den Regional- und Kommunalwahlen in Spanien, begann eine “kleine Revolution“, die von  der Bewegung Democracia Real Ya (“Echte Demokratie Jetzt”) ausging und seitdem auch Movimiento 15-M (“Bewegung 15. Mai”) genannt wird.

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PAH (Plataforma de Afectados por la Hipoteca), Plattform der von Hypotheken Betroffenen.
Aufbauend auf Netzwerken gegenseitiger Unterstützung und überregionalen Kampagnen kämpft sie für fairen Zugang zu Wohnraum, für soziale Mieten und Gerechtigkeit im Wohngesetz. Sie entstand 2009 in Barcelona aus verschiedenen Wohnraum-bezogenen Kämpfen und Bewegungen.

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POWER ist eine Selbstorganisierung von Arbeiter_innen im Niedriglohnsektor und Erwerbslosen as den USA, die meisten Aktiven sind Frauen aus migrantischen Communities. POWER ist aktiv in Kämpfen gegen Obdachlosigkeit, Räumungen, Gentrifizierung und Ausbeutung in prekären Jobs und versteht sich als Selbstorganisierung von Betroffenen, die versucht andere Betroffene zu «organisieren», durch direktes Ansprechen, durch Kampagnen am Arbeitsplatz und im Stadtteil. Dabei verbinden sie Kämpfe für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen mit der Perspektive gesellschaftlicher Veränderung.

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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung gehört zu den großen Trägern politischer Bildungsarbeit in der BRD. Sie versteht sich als ein Teil der geistigen Grundströmung des demokratischen Sozialismus, als Diskussionsforum für kritisches Denken und politische Alternativen und als Forschungsstätte für eine progressive Gesellschaftsentwicklung. Sie steht der Partei DIE LINKE nahe.  An der Arbeit der Stiftung beteiligen sich viele ehrenamtliche Akteur_innen.

Zur Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW:  www.nrw.rosalux.de

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Die Bewegung der solidarischen Kliniken setzt der Austerität und der Ökonomisierung des Gesundheitswesens die praktische Solidarität entgegen: In den solidarischen Praxen versorgen hunderte von ehrenamtlichen Gesundheitsprofessionellen und andere in basisdemokratisch organisierten Strukturen Menschen, die nicht mehr versichert sind oder sich keine Versorgung leisten können. Zugleich rufen sie aber die PatientInnen und alle Beschäftigten zum Kampf Widerstand auf. Siehe auch Solidarity for All.

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Solidarity for All ist eine Plattform der selbstorganisierten sozialen Solidaritätsbewegungen in Griechenland. Es unterstützt die Strukturen der lokalen Basisbewegungen in ihren Alltagskämpfen gegen die Verarmung und sozialen Zerstörungen, die durch die  Austeritätsmaßnahmen und die  Politik der Troika verursacht werden. Die Plattform will wachsende soziale Solidaritätsbewegungen sichtbar machen und internationale Solidaritätskampagnen mit Griechenland durch Netzwerkarbeit innerhalb und außerhalb Griechenlands aufbauen.

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tie global (transnational information exchange) wurde 1978 gegründet und ist ein weltweites Netzwerk von Beschäftigten und  Basis-GewerkschaftsaktivistInnen der formellen sowie der informellen Ökonomie, die am Arbeitsplatz und in den sozialen Bewegungen aktiv sind.
Die Arbeit von tie global zielt darauf ab, ein Bewusstsein über globale Zusammenhänge zu vermitteln und eine Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und ihren Organisationen in verschiedenen Regionen der Welt zu fördern.
Heute sind Gruppen in Brasilien, Mosambik, Mexiko, den USA, Südafrika, dem Senegal, der Türkei, Bangladesch, Sri Lanka, Deutschland und Nigeria aktiv.

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