“Eine Situation schaffen, die noch nicht existiert”

“Die Markierung von Differenzen und Machtrelationen, sowohl diskursiv als auch organisatorisch, ist Voraussetzung und steht am Beginn eines Prozesses der Verallgemeinerung von Sichtweisen, Interessen und Forderungen. Gegensätze müssen benannt, Unterrepräsentiertes hervorgekehrt werden, Verhältnisse, die Unterordnung herstellen und »Identitäten« immer wieder zuweisen, müssen erkennbar werden.” (Aus: Candeias, Mario/ Völpel, Eva: Plätze sichern!, Berlin 2014,  S. 206.)

Die globale Linke hat nicht nur mit den Widerständen von ‘außen’  zu kämpfen, sondern auch mit inneren Unterschieden und Widersprüchen. Das eigene Selbstverständnis zu hinterfragen ist daher ein wichtiges Instrument globaler linker Zusammenarbeit.

Um aus den Erfahrungen und den Reflexionen anderer zu lernen und die eigene Praxis weiterzuentwickeln ist der bewusste Umgang mit Asymmetrien und Differenzen in der eigenen politischen Arbeit unumgänglich.  Dabei können gewachsene Strukturen und institutionalisierte Formen, sowie lokale und regionale Traditionen linker Politik auch zu einem Hindernis werden. Um organisationale Barrieren zwischen Partei, Gewerkschaft und Bewegung zu erkennen, zu verstehen und im Idealfall auch zu überwinden und die  Hindernisse transnationaler Organisierung zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln, bedarf es gemeinsamer Strategien.

Dieser Grundgedanke der #cross_solidarity-Konferenz 2014  wird im 5. Kapitel des kürzlich erschienen Buchs “Plätze sichern! ReOrganisierung der Linken in der Krise. Zur Lernfähigkeit des Mosaiks in den USA, Spanien und Griechenland” von Mario Candeias und Eva Völpel gut beschrieben. Das Kapitel gibt es hier zum Download.

VSA_Candeias-Voelpel_Plaetze-sichern